Ron Kaplan ist Chefentwickler der Firma Powerset berichtete heute über die Suche in bing. PowerSet wurde Mitte 2008 von Microsoft gekauft und die Suchtechnologie in Microsofts Suchmaschine integriert.

Genauer gesagt, in einer der bing Suchen. Diesen Punkt sollte man sich als erste bewusst machen – die Suche in bing besteht aus drei Suchen, die je nach Eingabe sich unterscheiden:

  1. Die erste Suche ist die klassische Keywordsuche, wie man diese von Google kennt. Auch wenn über die Algorithmen nicht viel verraten wird, war jedoch die Kernaussage das Suchen die auf Google optimiert sind, auch im Hinblick auf bing weitgehend optimiert werden. Solange bing keinen merkbar größeren Marktanteil als Google hat, dürfte dies auch ausreichen.
  1. Die zweite Suche wird von Micrsoft in Werbekampagnen stark beworben, nämlich BING als „Decision Engine“ bzw. als „Findemaschine“. Hierbei werden Suchen mit Shop-Informationen verglichen und mit Hilfe von Filtern kann man sich Angebote nach Reisen, Autos oder Kleidung zusammensuchen und direkt vergleichen. Ein Beispiel ist die Suche nach einen Flug nach Hawaii, welches Flüge mit Preisen direkt darstellt.
  1. Die dritte Suche ist jene wie sie von PowerSet integriert würde, nämlich eine semantische Suchtechnologie. Ein Beispiel dafür ist die Frage, wer die Mona Lisa mailte. Dies führt zu einer Antwort zu dieser Frage, welche einen Überblick über Leonardi da Vinci, mit Querverbeisen und verschiedenen Darstellungen gibt. Dazu zählt auch mit Click auf „Outline“ eine zeitliche Darstellung seines Lebens oder mit Click auf „Locations“ die wichtigsten Lebenspunkte auf bing Maps. Dabei werden viele Informationen aus Wikipedia verarbeitet, wie man z.B. bei der Suche nach Henry VIIIin PowerSet gut sieht. Dafür werden die Wikipedia Markups bei Wikipedia, aber auch auf anderen Webseiten ausgewertet.Dabei wird auch die Problematik nicht übersehen, dass verwendeten Informationen aus dem Internet inklusive Wikipedia nicht valide Fakten sein müssen und mit Vorsichtig zu geniessen ist. Hier wird der Kunstbegriff der „Factz“ verwendet, die hier eine Unterscheidung zu harten „Facts“ kommunizieren soll. Eine Hürde für eine breite Einführung ist unter anderen, dass semantische Suchen Sprachabhängig sind und damit der Einsatz in anderen Sprachen viel Aufwand bedeutet. Einige Sprachen sind da einfacher, andere schwerer umzusetzen.

Fazit: Die anschliessende Diskussion zeigte, dass man derzeit keinen Bedarf sieht gezielt für Bing zu optimieren, wobei just die Fragen im Vordergrund standen. Ron Kaplan verwies darauf, dass die Techniken die zur Optimierung bei Google genutzt werden auch bei Bing helfen, soweit er das sagen kann. Im Hinblick auf die semantische Suche meinte er, man sollte wieder anfangen natürlicher zu schreiben, Wiki Markups verwenden und damit die semantischen Suchen besser ansprechen. Die Teilnehmer meinten, dass das im Konflikt damit stehen könnte, wie man Beiträge auf Keywords optimiert. Eine echte Lösung wurde nicht präsentiert, man war nur einer Meinung das wg. der Problematik des doppelten Contents eine Weiche keine Lösung wäre. Es schien sich die Meinung durchzusetzen, dass solange bing einen kleinen Marktanteil hat und darüber hinaus die semantische Suche nur eine untergeordnete Rolle spielt, darauf erstmal nicht zu achten.

Darüber hinaus ist es sicher sinnvoll, die Entwicklung von Bing genau zu beobachten. Techniken die bing einsetzt dürfte wegen den nun aufkommenden technologischen Wettbewerb auch von Google eingesetzt werden. Ein gutes Beispiel ist die Integration von Twittermeldungen. Hier war bing der erste und einige Tage später folgte Google.

Dazu zählen nicht nur die hier aufgeführten Suchen: bing Maps beispielsweise integriert in der neuen Beta Fassung auf Basis von Silverlite eine intuitive Darstellung beim Wechsel zu dem Streetview-Äquivalent. Mit einen passenden Navigationsgerät kann man direkt aus bing Maps eine erstellte Route via MSN Direct auf das eigene GPS Gerät übermittelt.(FS)

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