Warnung vor freilaufenden Geocachern

Social Media oder interaktive Games ist schon lange kein Thema mehr, was sich nur auf das Internet beschränkt. Sei es Live Action Role Playing oder Geocaching Communities die sich hier bilden. Es sind hoch aktive und nutzerstarke Benutzergruppen, die sich darüber hinaus als Zielgruppe für Unternehmen lohnen.

Das wichtigste Geocaching Portal wird von der Firma Groundspeak Inc., ansässig im US-Bundesstaat Washington, betrieben. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, die technisch versierten und abenteuerlustigen Menschen in Form des geocachen zusammenzubringen. Geocachen löst ein Gefühl von Abenteuer aus – Das Gefühl eines Piraten auf der Suche nach Gold – aber die Belohnung ist nur die Jagd und das Finden, nicht die Beute und Skorbut.

Eines der Hauptziele von Groundspeak ist es, „online communities together in physical locations.” zu bringen. Das bedeutet nichts anderes als das alte Spiel „Verstecken“. Jemand versteckt den Cache in einem Park, in der Stadt etc. und publiziert danach die Koordinaten. Mit der Anmeldung auf der Geocacheseite, teilen die Mitglieder ihre Erfahrungen mit anderen und sorgen damit für eine engere Gemeinschaft. Groundspeak hat auf seiner Seite inzwischen auch einen Facebookbutton für like/dislike eingeführt. So kann der Cacher auf Facebook bestimmte Caches mit seinen Freunden teilen. Allein auf Facebook existierenden 78 eigenständige communities rund um regionales Geocaching wie z.B. Geocachers of the Bay Area

Geocaches in Hamburg

Neben Groundspeak gibt es auch andere Portale für Geocaching, beispielsweise der freie Dienst OpenCaching. In mehreren Ländern u.a. Deutschland haben sich hier private Initiativen gegründet. Im vergleich zu Groundspeak sind diese noch kleiner und zählen nur mehrere zehntausend Mitglieder. In Deutschland wird OpenCaching von der Deutschen Wanderjugend unterstützt. Ein anderes Portal in dieser Richtung ist TerraCaching.

Inzwischen treten Unternehmen wie Magellan als Sponsor für Events im Geocaching Umfeld auf wie beispielsweise vor einigen Wochen im Golden Gate Park von San Francisco, wo das Geocaching mit Säuberung des Parks verknüpft wären.

Will man Geocaching intensiver betreiben, ist es zu Anfang nicht gerade billig. Das billigste Hand-GPS-Gerät kostet immer noch rund 80 Euro. Es gibt mehrere Firmen, welche gute und geeignete Geräte herstellen. Schlussendlich kommen die meisten Geocacher auf zwei Firmen raus. Auf der einen Seite auf Garmin, welche im Oktober 1989 in Olathe/Kansas (USA) von Gary Burrell und Dr. Min Kao (=GARMIN) gegründet wurde. Auf der Anderen Seite steht Magellan, (auch bekannt unter MiTAC Digital Corporation) welches 1998 in Taiwan gegründet wurde. Der heutige Firmensitz ist Santa Clara, Kalifornien.

Für diejenigen, die anfangs eine billigere Version haben wollen, können mit ihrem Handy cachen gehen. So bietet beispielsweise das Iphone ein App an, mit dem man Geocachen gehen kann. Aber es ist nur für Einsteiger geeignet, da es keine weiterführenden Funktionen bietet.

Darüber hinaus werden bestimmte Items wie Geocoins verkauft, welche meist mit einem bestimmten Auftrag unterwegs sind. Diese werden mit einen eindeutigen Code versehen und mit Hilfe dieser Codes sind diese auf dem Portal von Groundspeak auffindbar und deren Reise kann verfolgt werden.

Blogposts über Geocaching nach Nielsen BlogPulse

Die Häufigkeit der Beiträge oder Bezüge in der Social Media Welt zum  Geocaching unterliegt zwar Schwankungen, ist aber selbst über längere Zeiträume relativ konstant hoch.  Geocaching ist also an sich kein Modethema, sondern erfreut sich seit 10 Jahren wachsender Beliebtheit. Kampagnen im Bereich Umweltschutz, Tourismus, Ortungstechnik, aber auch im Rahmen von Sponsoring für Markenhersteller sind also sehr wohl denkbar.

Aber selbst andere Bereiche können vom  Geocaching profitieren. So gibt es inzwischen an US-Schulen bereits die föderale Unterstützung von Schulprogrammen welche  den Schülern mit Hilfe von Geocaching Aspekte der Geographie und Mathematik lehren. Sie haben sich aus diesem Grund mit Groundspeak zusammengeschossen. So werden nun Geocaching Events als Option für Corporate Team-Building angeboten.

Geocaching Topics auf Twitter

Die Zielgruppe der Geocacher ist für Unternehmen prinzipiel interessant. Allein bei GroundSpeak sind 4 Millionen Nutzer registriert. Als Geocacher bewegt man sich in fremden Städten auch außerhalb der üblichen touristischen Routen, besitzt GPS Empfänger und Smartphone und interagieren stark mit Ihren Umfeld. Die Nutzer sind hochaktiv, in einen Zeitraum von 4 Wochen wurden tausende Twitterbeiträge verbreitet in Zusammenhang mit Geocaching.

Wenn man sich die Nutzerstruktur ansieht, so haben 51% der Nutzer in den USA einen College-Abschluss. 29% der Nutzer sind zwischen 18 und 34, 28% zwischen 35 und 49 und immerhin 26% der Nutzer über 50 Jahre alt. (Quelle: QuantCast). Nur unwesentlich mehr Männer als Frauen nutzen das Internetangebot zu Themen rund um Geo-Caching.

Dabei stellt nach den USA  mit 35% Nutzer Deutschland mit 25% der Teilnehmer schon die zweitstärkte Gruppe noch vor Kanada oder UK mit jeweils 6% Die Nutzer sind darüber äussert aktiv. Ca. 1/4  der Nutzer tweeten zu dem Thema Geocaching mehr als 4 mal.

Hier zeigt sich das technisch nahstehende Themen (GPS) mit einen sozialen und zur realen Welt existierenden Background sehr wohl auch Nutzergruppen erreicht, die sonst über Internet Kampagnen eher schwer erreichbar wären. (AE)

Tags: ,   



   ShortNews Shortnews melden  Artikel drucken
  

Ein Kommentar zu “Social Media in the Real World: Geocaching als Hype”

Schreibe einen Kommentar

Social Media in the Real World: Geocaching als Hype
Impressum | Datenschutz | Regeln | Haftung | Copyright © The Silicon Valley Experiment. All rights reserved.