Universal Studio Park

Das Silicon Valley Blog berichtet nicht nur über Social Media und SEO-Themen, sondern auch über Themen für Besucher. Dies mal folgt trotzdem ein Messfehler, da der Besuch des Freizeitpark der Universal Studios nicht mehr in der Bay Area ist. Dieser ist in Los Angeles, nahe des Walk of Fame von Hollywood und damit ca. 6-8 Fahrstunden von der Bay Area entfernt. Für US-Verhältnisse also noch relativ nah. Wer aus der Bay Area nach Los Angeles fährt sei dabei geraten trotz der längeren Fahrzeit über die CA-1 zu fahren. Die Route ist sehr viel schöner und anspruchsvoller, als der Weg über die 101.

Prinzipiell sind die Universal Studios ein interessanter Park. Anders als andere sind die Rides abwechslungsreich und bestehen nicht nur primär aus Rutschen und Achterbahnen. Es zählen auch interessante Shows dazu, ausserdem finden auf dem Filmsets immer noch Dreharbeiten statt wie z.B. aktuell zur Fernsehserie Desperate Housewives.

In den letzten Jahren hat der Universal Studio Park eine bewegte Geschichte hinter sich. Beim ersten Besuch vor 15 Jahren gab es noch Rides zu den Filmen Backdraft und Back to the Future, die inzwischen nicht mehr da sind. Aber auch einige noch heutige Rides wie Terminator 2 – 3D waren damals schon vorhanden. Ein zweiter Besuch vor 5 Jahren zeigte wenig Änderungen. Allerdings war z.B. die Studio Tour und andere Rides deutlich schlechter geworden. Es entstand der Eindruck, dass die Universal Studios hier dabei waren Boden gegenüber anderen Parks zu verlieren. Der jetzige Besuch zeigt aber, dass man vieles verbessern konnte. Insbesondere die Studio Tour ist deutlich besser geworden, was wohl am ehesten am Brand im Jahr 2008 lag. Damals brannte ein Teil der Filmsets ab. Die neue Studio Tour wurde unter anderen mit Steven Spielberg als Berater neu geplant.

Bei den Eintrittskarten gibt es drei Varianten. das klassische Tagesticket, der Front-of-Line-Pass und der VIP Pass. Der Front-of-Line Pass ist etwa doppelt so teuer wie der Tagespass. Der einzige Unterschied ist, dass er erlaubt das „Gold Gate“ zu nutzen. Damit braucht man nicht lange anzustehen, sondern kann relativ schnell und direkt zu den Rides zu kommen. Ohne den Front-of-Line-Pass sollte man ein bis 1,5 Tage einplanen um den Universal Park komplett zu sehen. Mit diesen pass kann man es in einen 3/4 Tag gut schaffen den 170 ha grossen Park ohne zuviel Stress zu sehen.

Der VIP Pass, der noch mal doppelt so teuer wie der Front-of-Line-Pass ist, beinhaltet auch ein Besuch der Bühnen und ggf. auch Filmaufnahmen. Ob sich die Karte lohnt oder nicht, sollte man vorher recherchieren und erfragen, ob und wenn ja welche Filmaufnahmen an dem entsprechenden Besuchstag stattfinden.
Die Preise am Ticket Counter liegen zwischen 69 und 279 USD. Aber schon bei Bestellung auf der Webseite gibt es Promotion oder Spezialpreise. Ebenso in den größeren Hotels. Bei manchen Freizeitparks, erhält man sogar welche in Supermärkten wie Safeway, die deutlich günstiger sind als jene am Ticketcounter. Sich also vorher zu informieren kann viel Geld sparen.

Gegen einen Aufpreis kann man auch ein Ticket erhalten, welches erlaubt zu einen Pauschalpreis soviel zu essen wie man möchte. Dieses Ticket scheint sich aber eher nicht zu lohnen. Für ein Preis von 24,95 USD pro Person, müsste man mehr als dreimal an dem Tag an den eher Fastfood-orientierten Ständen etwas Essen, damit man günstiger fährt.

Da die Studio Tour die neue Hauptattraktion ist und der stark beworbene Ride „King King 3D“ Teil der Studio Tour ist, sammelten sich dort relativ schnell die Besucher. Schon kurz nach Eröffnung musste man 60-70 Minuten anstehen – wenn man sich nicht wie wir einen Front-of-Line-Pass geleistet hatte. Mit diesen saßen wir innerhalb von 5 Minuten im Tourbus.

Shrek 4D

Shrek 4D

Am Eingang gibt es eine Gratisbroschüre mit einem Zeitplan, wann welcher Ride oder welche Show am Laufen ist. Das machte das Planen einfacher. Entgegen der vorgeschlagenen Strategie vom Universal Studio, starteten wir nicht mit der Studiotour, sondern mit Shrek in 4D. „4D“ bedeutet nicht nur ein Kinoerlebnis wie man es von der 3D Technologie schon kennt, sondern es werden zusätzlich noch weitere Effekte simuliert wie z.B. Regen, Kutschfahrten und Berührungen. Es war eine kleine Geschichte mit den bereits bekannten Figuren. Allerdings schien das ganze vor Shrek 2 zu spielen, der Gestiefelte Kater spielte nicht mit.

Im House of Horror wurden wir durch ein Labyrinth geführt, wo einzelne Kammern dargestellt wurden, wie sie aus den Horrorfilmen bekannt sind. Aus verschiedenen Ecken sprangen echte Menschen in Kostümen hervor uns Besucher zu erschrecken, was ihnen auch mehr als einmal gelungen ist.

Terminator war ebenfalls in 3D Technologie. Zudem spielten dabei auch echte Schauspieler mit. Das hat dem ganzen einen besonderen Reiz gegeben. Auch dieser Ride war mit 4D Technologie angehaucht. Im direkten Vergleich ist Terminator – obwohl älter als Shrek 4D – immer noch interessanter und besser. Im Vorraum lief beispielsweise ein Film mit Laufband ab, wobei es sich lohnt darauf zu achten was da steht, da sich das Laufband regelmäßig beschwert, dass keiner liesst was da steht.

Bei Waterworld empfahl es sich, sich auf die hinteren Plätze zu setzen sofern man nicht komplett nass werden wollte. Es war ein Pyro-Wasser-Show mit vielen Special Effekts und Stunt einlagen. Die Akteure hatten sichtlich Spaß daran, das Publikum nass zu spritzen und vor Beginn der Show hier und da Besucher auf den Weg zu ihren Sitzen zu „überraschen“.

Die Show hat sich insgesamt verbessert, da die Einladen professioneller aus früher wirkte. Die Pyroshow selbst war gleich und ist immer noch gut gelungen. Neben den Stundman spielten auch Schauspieler aus Fernsehserien wie Hereos, Desperate Housewives, 24, CSI:NY und anderen mit.

Ähnlich mit Wasser versorgt wurden die Zuschauer auch im Jurassic Park Drive. In einem Boot geht es durch ein kurzes Stück vom Jurasic Park. Nicht zu empfehlen für Wasserscheue. Gut, dass es so warm war. Am Anfang werden Ponschos verteilt, man sollte in Erwägung ziehen das Angebot anzunehmen

Ein weiteres Highlight war die Show über Special Effects. Dort wurde mit Hilfe von Freiwilligen aus dem Publikum die einzelnen Kameratechniken demonstriert. Wobei man sagen muss, dass die damalige Pyroshow Backdraft besser gelungen war, wenn auch weniger interaktiv. Wer gar keine Ahnung von Tricktechnik in Filmen hat, kann hier aber wenigstens die Grundprinzipien lernen.

Die Studio Tour selbst wird in einem Bus absolviert mit vielen interessanten Informationen und Zwischenstopps. Dabei werden unter anderem Katastrophenszenarien simuliert sowie King Kong in 360° in 3D. Dabei hält der Bus in einen Tunnel und man befindet sich rundherum in einer Urweltlandschaft und ist in der Mitte zwischen einen Kampf zwischen King Kong und einen Dinusaurier. Es ist zu raten in alle Richtungen zu schauen.

Bei der Studio Tour fiel ganz besonders die Liebe zum Detail ins Auge. So sind dann zwar alle Kulissen aus Holz, Fiberglas, Gummi und Farbe, was aber auf den Fotos von uns nicht auffällt. Sie haben dort u.a. ein ganzes Arsenal an Verkehrszeichen, Ampeln, Laternen, um die jeweilige Kulisse in die entsprechende Stadt zu versetzen. In der Westeria Lane der Desperate Housewives sind alle Blumen und Dekorationen künstlich. Es ist erstaunlich, wie das alles einfach nur Kulisse ist. Nichts ist echt oder hat einen Innenausbau.

Auch andere Teile waren interessant, so wie z.B. ein U-Bahn-Tunnel wo ein Erdbeben simuliert wurde, Sets zu Filmen wie Buffy, War of Worlds oder Psycho. Anders als früher gab es bei Psycho sogar eine Schauspielereinlage, da Bates gerade dabei war eine Leiche im Auto abzutransportieren. Als Zeugen ging dieser dann mit einen Messer auf die Besucher los.

Eine Auswahl der Attraktionen:

Name Beschreibung
Revenge of the Mummy Kombination aus Themenfahrt und Achterbahn,
basierend auf „Die Mumie“
Terminator 2:3D Kombination aus 3D-Film und Live-Stuntshow,
basierend auf Terminator 2 – Tag der Abrechnung
Shrek 4-D 3D-Film mit zusätzlichen Effekten, basierend auf Shrek
The Blues Brothers Liveshow, basierend auf Blues Brothers
Universal Special Effect Stage Vorführung von Spezialeffekten für Filme
The Simpsons Kombination einer 3D-Fantasy-Simulation und
Achterbahn
King Kong 3D 360° King Kong Erlebnis in 3D
Jurassic Park River Adventure Abenteuer-Bootsfahrt mit Spezialeffekten,
basierend auf Jurassic Park
Desaster Erdbebensimulation in einer U-Bahn
Blues Brothers

Blues Brothers

Der alte Ride „Back to the Future“ wurde durch den Ride „The Simpsons“ ersetzt, der jedoch hervorragend gelungen ist. Dabei wird über ein hydraulisches System und ein Rundumleinwand eine Achterbahnfahrt simuliert, die Simpson-like abläuft. Am Ende besser als so manche reale Achterbahn. Ein Hochgeschwindigkeits-Ride ist „Revenge of the Mummy“ auf einer Achterbahn. Hier lebt der Ride davon, dass er fast vollständig im Dunkeln stattfindet. Er ist aber sehr, sehr kurz. Nach wenigen Minuten war schon alles vorbei. Weitere Shows sind z.B. die Blues Brothers, die auf dem Gelände auch mit Ihren Blues Mobil regelmäßig unterwegs sind. Auch standen viele Requisiten herum wie z.B. die Kapsel aus Apollo 13 und es waren Plakate von alten Filmen zu sehen.

Die Universal Studios sind auf jeden Fall ein Besuch (wieder) wert. Man sollte auch ruhig einplanen nach den Besuch des Parks und der Filmstudios sich noch etwas in Universal City aufzuhalten. Dort gibt es viele Restaurants und Shops, ein grosses Kino und andere Attraktionen. (FS/AE)

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