Zahlen, Zahlen

Zahlen, Zahlen

Auch in diesem Jahr hat Econsultancy eine Reihe von Statistiken gesammelt und diese nach Kontinenten zusammengefasst und publiziert.

Wir haben die wichtigsten Trends auf dem weltweiten und europäischen Markt, zu den wichtigsten Themen wie bereits schon im letzten Jahr zusammengefasst.

Trends der globalen Internetnutzung

Die Voraussage der globale Reichweite der Internetnutzung zeigt Econsultancy in einer Trendstudie. Laut dem Institut wird es in den kommen Jahren einen großen Wachstum geben und diesen gerade im asiatischen Raum. Alleine in Europa nutzen bereits 475 Millionen das Internet, das sind doppelt so viele Nutzer wie in den USA.

Insgesamt hat Europa einen Anteil von 24,2% aller Internetnutzer weltweit. Der Spitzenreiter mit den meisten Internetusern innerhalb Europa ist Deutschland, mit insgesamt 65 Millionen.

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Globale Online Population

Europäer erwarten insgesamt mehr vom Internet. So wechselten 30% aller User im vergangenen Jahr zu einer schnelleren Verbindung. Wenn sich eine Seite nicht innerhalb von vier Sekunden lädt, wechseln 70% zur Konkurrenz. Und doch ist Deutschland auf den letzten Plätzen im Bereich Email (84%), Search (81%) und Routenplanern (28%) im gesamt europäischen Vergleich. Bei der Anzahl der Onlinekäufe rangiert Deutschland auf dem 6. Platz hinter Luxemburg, Schweden, den Niederlanden, Dänemark und dem Spitzenreiter England. Dieses Kaufverhalten werde innerhalb der nächsten fünf Jahren einen jährlichen Wachstum von 11% erzielen und sich zu einem Gesamtwert von 114 Milliarden Euro bis ins Jahr 2014 steigern.

Es gibt einen großen parallel medialen Gebrauch: Über 40% aller Internetuser schauen beim Surfen gleichzeitig fern. In 2010 wurde das Internet durchschnittlich 14,2 Stunden pro Woche genutzt und das Fernsehen 11,5 Std. / Woche.

Weltweit gebrauchen die User 4,6 Stunden pro Woche Social Media sowie 4,4 Stunden E Mails. Dazu kommt, dass 48% regelmäßig Blogs, Artikel und Webseiten liest und 49% E Mails schreibt und liest. Innerhalb des mittleren Ostens und Asien sind die User deutliche mehr bereit, für Content zu bezahlen als in Europa oder Nordamerika.

Der Unterschied zwischen Frauen und Männern weltweit besteht darin, Frauen im Schnitt 5,5 Stunden pro Woche mit Social Media verbringen, als Männer, welche es nur 4 Stunden in der Woche nutzen. Das macht einen Unterschied von 30% aus. Desweiteren liegen die Frauen auch bei Reaktionen und Kommentaren weit vor den Männern. Es reagieren bis zu 85% mehr Frauen als Männer.

Budgets, Advertising und andere Zahlen

Budgets, Advertising und andere Zahlen

Online Anzeigenmarkt

Die Online Medien hören noch immer nicht auf zu wachsen und das in hoher Geschwindigkeit. Im Vergleich dazu hat es 127 Jahre gedauert, bevor Zeitungsanzeigen die 20 Milliarden USD Grenze erreichten, bei TV Werbung dauerte es immerhin noch 25 Jahre, während die Online Werbung diese Grenze innerhalb von 13 Jahren erreichte. Im Jahr 2007 wurden bereits 21 Milliarden USD Gewinn erzielt und überflügelte so alles bisher dagewesene. Ins Online Marketing wird bereits heute schon mehr investiert als in Radio oder Fernsehwerbung. Für 2010 wird erwartet, dass die Einkünfte aus den Online Medien weltweit 60 Milliarden USD  erreichen und bis zum Jahr 2015 die 99 Milliarden USD Grenze überschreiten werden. Bis dahin werden 21 % aller Anzeigen der großen Medien Vertreter online zu finden sein. Im Jahr 2010 war der Online Anteil bereits bei 16% wo er im Jahr 2000 nur 2% betrug. Natürlich bedeutet die zunehmende Auslagerung auf die Online Medien einen Verlust im Bereich der traditionellen wie beispielsweise den Magazinen, wo im Jahr 2000 die Werbeeinnahmen noch 40 Milliarden USD betrugen welche bis 2015 nur noch 35 Milliarden USD aller Voraussicht nach betragen sollen. Nahezu das Gleiche passiert mit den Zeitungen – von 97 Milliarden USD im Jahr 2000 soll es auf 92 Milliarden USD bis zum Jahr 2015 sinken.

Der europäische Online Anzeigen Markt hatte 2009 einen Wert von 14,7 Milliarden Euro. Die fünf Hauptmärkte liegen in England, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien, welche zusammen 70% im gesamten europäischen Vergleich ausmachten. Im Vergleich zum Jahr 2008 hatte er einen Wert von 12,9 Milliarden Euro, was schon zu 2007 einer Steigerung von 20% entsprach.

Der größte Wachstum wird der Prognosen zu Folge von bezahlten Suchen und anderen ähnlichen Formaten kommen. In einer Studie wurden die Daten verschiedener Subkategorien, bei denen umfassende Daten zur Verfügung stehen, auf Null gesetzt und von da an nochmals gemessen. Die bezahlte Suche kam auf 20% und ist noch immer am Wachsen, Online Videos stiegen auf 19%, Social Media auf 45% und mobile Endgeräte erreichten 69%.

Marketingbudget 2011

Zum Thema Marketingbudget wurden folgende Hauptaussagen getroffen:

  • 63% der Firmen planen, ihr Budget für Social Media Marketing zu erhöhen,
  • 21% davon wollen das Gesamtbudget um 25% oder mehr steigern, 3% aller befragten US-Unternehmen wollen es verringern.
  • 41% planen das Budget für eigene Social Media Aktivitäten erhöhen.

Im Vergleich zum Vorjahr:

  • 70% der Unternehmen planten die Erhöhung der Social Media Budgets für Off-Site Aktivitäten (Facebook, Twitter, etc)
  • 46% der Unternehmen planten eine Erhöhung des Gesamt-Marketing-Budgets, 42% wollten das Budget auf gleichen Niveau halten.
  • 64% der Unternehmen wollten die Budgets für eigene Social Media Aktivitäten erhöhen, also z.B. für Blogs oder die Bildung einer Communityplattform.

Insgesamt ist also ein Rückgang im Budget für das Marketing in allen Bereichen zu verzeichnen. Ob das nun noch immer an der schwierigen wirtschaftlichen Lage liegt, oder sich die Unternehmen im Bereich Online Marketing selber mehr zu trauen, sei dahin gestellt.

Im 2. Teil der Trendanalyse gehen wir auf diese und andere Studien weitergehend ein. (AE)

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Die Trends 2011 – Teil 1
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