Zahlen, Zahlen

Zahlen, Zahlen

Im weiteren Verlauf der Statistikstudien von Econsultancy wird tiefer auf einige Entwicklungen eingegangen. Das Institut veröffentlicht hierbei Trendstudien zu verschiedenen Online Bereichen, welche nach Kontinenten aufgeteilt sind.

Wir haben die interessantesten Trends auf dem weltweiten und europäischen Markt zum Online Marketing, sowie Social Media  wie bereits im letzten Jahr zusammengefasst. 

Weiteres Online Marketing

Das SEM (Search Engine Marketing) ist weiterhin sehr wichtig. So finden über 35% der online Käufer die Website des Verkäufers über die Suchmaschinen. Die Prognose für den globalen Markt sagt voraus, dass im Jahr 2015 bis zu 50,68 Milliarden USD dafür ausgegeben werden.

 Siliconvalleyblog

Source: IAB UK and Nationwide, via Microsoft, October 2010

Im Durchschnitt geben Kunden, die mehr als nur eine Informationsquelle zum shoppen nutzen, 15 – 30% mehr aus. Insgesamt gibt es 19 Millionen so genannte Multiscreen Konsumenten innerhalb von Europa. Das sind Konsumenten, die alle Medien miteinander verknüpfen wie beispielsweise TV, Handy und PC. 85% von dieser Gruppe nutzen ihr Handy für weitaus aus mehr als nur SMS und Telefonate. 40% kommunizieren desweiteren damit auch mit den Sozialen Netzwerken. Die Niederlande, Europas „early adopter“ im Bereich des Onlineadvertising ist nur um 9% gewachsen während Deutschland stolze 19% erreichte.

Auch das Email-Marketing hat weiter zugenommen. So wurden im Jahr 2009 über 90 Billionen Mails versendet, 247 Milliarden täglich und es werden noch mehr werden: 54% der Organisationen haben ihr E Mail Budget für 2010 erhöht und 56% setzen auf eigenes E Mail Marketing. Die parallele Verbreitung der Informationen via der Sozialen Netzwerke hat eine Steigerung im Vergleich zu einer alleinigen Email Kampagne von 24%. Die strategische Relevanz von derartigen Marketingmethoden sehen 80% aller europäischen Marketingexperten. Und doch werten 33-50% aller Firmen die Verkaufszahlen nach entsprechenden Aktionen nicht aus.

Herausforderungen im Bereich Social Media

Barrieren bei der Social Media SVB

Barrieren bei der Social Media - Quelle: R2i

Es wurde auch der Frage nachgegangen, was im Zusammenhang mit Social Media die größte zu erwartende Herausforderung 2011 sein wird. 45% aller Befragten führten „Zeit und Ressourcen“ an, welches auch bei der Frage nach den Barrieren die höchste Antwort war. Hier antworteten 42% mit der Auswahl „Zeit und Ressourcen“ wobei 38% ihren größten Fehler bei der Social Media mit „falscher Zuteilung von Zeit und Ressourcen“ bezeichneten. 29% der befragten Unternehmen haben Angestellte für den Social Media Bereich und 11% planen 2011 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Das zweitgrößte Hindernis war „Skepsis“ (21%) gefolgt von „zu vielen Plattformen“ (12%). Aber es ist deutlich zu sehen, dass trotz aller Hindernisse Social Media Marketing auf dem Vormarsch ist.

Beim Recall hat Onlineadvertising  die Nase vorn

SVB recall studie

Recall - Studie

Es gab desweiteren verschiedene Recall Studien. Der Recall von Online-Videos liegt bei 65% und ist somit deutlich höher, als der des TV-Spots, welcher im Vergleich dazu bei 46% liegt. Bei Brands ist er mit 50% für online ebenfalls höher als der des TV (28%). Desweiteren werden auch online Nachrichten mit 39% langfristig wahrgenommen, verglichen mit TV das bei 21%. In allen Bereichen der untersuchten Recalls hat sich die Online-Werbung konsequent von der traditionellen Fernsehen abgesetzt und hat dadurch deutlich mehr Einfluss auf die Verbraucher.

Mobile Marketing

Im Bereich des Marketing via Handy glauben im Durchschnitt 58% aller Mobilfunkbetreiber, dass SMS sowie MMS eines der Top Marketingwerkzeuge bis zum Jahr 2015 sein wird, da er stetig am wachsen ist. Bislang haben 28,3% aller Europäer Handys mit 3G Technologie und 80% aller iPhone Besitzer in England, Deutschland und Frankreich nutzen es für den Zugang zum Internet. Der Gebrauch der MMS innerhalb Europas steigt jährlich um 9,2%.

Der Markführer im Bereich der Handys ist nach wie vor Apple, der bereits im Jahr 2009 mit seinem iPhone und iPod touch mit 31,4% den Markt dominierte. Der nächste Konkurrent, Samsung, hatte 2009 einen Marktanteil von gerade 2,2%. Auch im Jahr 2010 hat sich dieses nicht stark verändert. Apple führt den Markt mit 29,8% an, der nächste Platz gehört Motorola mit einem Droid Phone mit einem Anteil von gerade mal 3,2 %. Und doch sagen die Prognosen voraus, dass der Android Markt stark im Kommen ist. Sie gehen von einem Wachstum von 50% innerhalb der nächsten 3 – 5 Jahre aus. Nielsen hat dazu gerade eine aktuelle Studie für die USA veröffentlicht, welche aber nicht auf den europäischen Markt zu übertragen ist, da dort die Beliebt- und Bekanntheit der Geräte anders ist.

Twitter vs. Facebook

Die Twitter Reichweite ist ein ebenfalls sehr interessanter Punkt. So steht auf der Nummer eins der Top 15 Brasilien, auf dem dritten Platz sind die Niederlande als erstes europäisches Land. Die USA ist erst auf Platz 12 vertreten und Deutschland gar nicht.

Auf Facebook „mögen“ 40% der Nutzer eine Firma, Marke oder Vereinigung um Rabatte und Gutscheine zu bekommen. Desweiteren sind von diesen 60% Neukunden, welche sich danach zu 75% positive mit der Marke verbunden fühlen. Auch halten es 46% aller User für eine gute Idee, sich als Marke innerhalb der Social Media zu präsentieren. Nahezu 1/3 aller User suchen innerhalb der Social Media nach weiteren Informationen über das Produkt. 28% der Endkunden besuchen die Seiten der Marke auf Facebook um über die neuesten Trends und spezielle Angebote informiert zu werden, 23% nutzt die Seite für einen aktiven Meinungsaustausch und weitere 23% wollen dadurch die Marke besser kennen lernen. Insgesamt hat Facebook 60 Millionen tägliche Statusupdates und 30 Milliarden monatlichen Content über Blogs, Seiten und Links.

Gegenüberstellung: Facebook - Twitter

Eine interessante Gegenüberstellung von der demografischen Verteilung von Facebook und Twitter hat im August 2010 Digital Surgeons veröffentlicht und zeigt sehr gut aufbereitet die Unterschiede der beiden Plattformen. Twitter wächst noch immer sehr schnell und erzeugt große Kundenzufriedenheit, während Facebook dazu im Gebrauchsvergleich die dominantere Plattform ist. Große Teile der Twitter Nutzer gebrauchen die Plattform zur öffentlichen Diskussion von Produkten und Serviceleistungen, sodass es daher für die Dienstleister unumgänglich ist, die Konversationen über das eigene Produkt zu verfolgen und voranzutreiben. Auch wenn Twitter eine zunehmende Popularität erfährt, liegt es noch immer weit hinter Facebook zurück. Daher sollte eine effektive Social Media Marketing Strategie alle möglichen Plattformen einbeziehen um die Ergebnisse zu maximieren. Desweiteren bedeutet Marketing auf den Sozialen Plattformen, auf allen Ausgabemedien sich dort optimal zu repräsentieren, da die User alle mögliche Hardware wie PC, Mac, Smartphone, Laptop und Tablet PCs für Social Media nutzen.

Insgesamt verschiebt sich der Markt zunehmend auf die multimediale Nutzung der Informationskanäle. Das heutige Internet muss schnell, informativ und sozial sein. Zugriff auf die Studien sind für eine Jahresgebühr von $350 bei econsultancy.com für jeden Interessierten zu erhalten. (AE)

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Die Trends 2011 – Teil 2
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