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Online und Offline vermischen sich

Immer mehr Webseiten werden “sozial”. Fast jeder hat schon einmal eine Seite über Twitter oder Facebook mit seinen Freunden geteilt, oder die praktische Beitrittsfunktion von Facebook genutzt, bei der mit nur einem Klick alle Informationen der eigenen Facebook ID übermittelt werden. Was dies aber bedeutet ist immer noch ein Streitpunkt auch zwischen Experten.Und das soziale Web ist am Expandieren: Seite für Seite. Auf einer Veranstaltung der Jewish High Tech Community sprach ein Gremium von Experten über diesen Trend und dessen Vorteil für die Betreiber von Webseiten.

Das Panel an diesem Abend bestand aus vier Vertretern der Technologiebranche. Rooly Eliezerov, Co-Founder und Präsident von Gigya eröffnete die Veranstaltung mit der Frage, inwieweit Social Media Plattformen das Internet verändert haben. Das soziale Internet habe sich zu dem größten Faktor für Traffic auf den Webseiten gemacht. Dieses sei demzufolge die neue Suche, es ist mehr relevant was der eigene Freundeskreis über eine Marke sagt, als das was diese selber propagiert. Durch die zunehmende Integration dieser Mechanismen, kann mehr Traffic und auch Kundenzufriedenheit generiert werden.

After all, Users want to show-off. – Rooly Eliezerov

Eine nicht zu verachtende Strategie ist, Sogenannte Spiel-Mechanismen innerhalb der sozialen Netze zu integrieren. Schlussendlich liegt es in der Natur des Menschen, mit anderen in Wettbewerb treten zu wollen. Dieses Prinzip hat sich beispielsweise Foursquare zu Nutzen gemacht, wo die Nutzer Belohnungen und Punkte erhalten, je nachdem wie oft und wo sie sich einchecken.

SVB Expertenpanel

Expertenpanel

Durch das Entstehen immer neuer sozialen Seiten, kommen die Nutzer aber auch in ein Dilemma: Das Dilemma zu entscheiden, mit wem sie befreundet sein wollen, auf welcher Plattform und welche Informationen mit wem geteilt werden. Schon lange sei zu beobachten, dass Portale wie LinkedIn und Facebook, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, immer einheitlicher werden, was die öffentlichen Nachrichten der Nutzer betrifft.

Paul Stanley, Leiter vonCellfires Marketing und Produkt Management, sieht eine Herausforderung darin, alle die Daten der Nutzer auszuwerten und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Noch immer nutzen die Seiten, auf denen sich mit der Facebook ID angemeldet werden kann, nicht das hohe Potential der Nutzerdaten aus. Das Ziel wäre es, alle relevanten Daten in einer großen Datenbank zu vereinen um dem Verbraucher noch angepasstere Werbung zukommen zu lassen. Das Potential wäre enorm: es könnten traditionelle Kataloge gedruckt werden, nur mit den Angeboten gespickt, die für den Nutzer interessant sein könnten.

Privacy is sensitive. – Ashish Jain

Leider haben die Seitenbetreiber oftmals nicht die notwendige Infrastruktur, um all die Daten sinnvoll auszuwerten, so Ashish Jain. Der Produkt Manager bei PayPal sieht die Zukunft ebenfalls in der wachsenden Bedeutung zielgruppen-orientierter Werbung. Doch müssten noch einige Anpassungen geschehen. Noch immer sei einem Gros der Nutzer nicht klar, welche Daten sie mit wem teilen oder sie haben oftmals keine Möglichkeit zu entscheiden, was sie preisgeben wollen.

Durch die sozialen Aussagen innerhalb der Netzwerke, ist die online Welt näher an die online Welt gerückt. Omer Malchin, CEO von Moxie, sieht hier einen kausalen Zusammenhang. Auch in der realen Welt werden ständig soziale Informationen ausgetauscht und mit anderen Personen in Interaktion gegeben. Gerüchte und Geschichten werden auch hier verbreitet, wie es täglich innerhalb der sozialen Netze geschehe. Innerhalb der Online Welt sind Blender nun einfach zu enttarnen. Viele Firmen haben eine polierte Internetpräsenz, früher war es schwierig zu unterscheiden, ob alle Aussagen von einer Firma der Wahrheit entsprechen. Heute ist es das nicht mehr, verbreiten sich positive wie auch negative Kritiken rasend schnell. Wer nicht ehrlich und authentisch ist, steht schnell außen vor.

Unterschied von der online und offline Welt

Alle Experten waren sich einig, dass es kaum noch einen nennenswerten Unterschied zur online gegenüber zur offline Welt geben würde. Fast ein jeder habe heutzutage eine Smartphone, womit es möglich sei, ständig online in Aktion zu treten. So können innerhalb eines Geschäfts Applikationen genutzt werden, mit denen der Barcode gescannt werden kann und augenblicklich ein Preisvergleich stattfindet – oftmals mit der sofortigen Möglichkeit zur Bestellung bei dem günstigsten Anbieter. Laut Ashish Jain werde dieses bereits von mehr als 50% der Nutzer regelmäßig gebraucht. Interessanterweise werde von Firmenseite aber noch immer mehr Geld für offline Kampagnen ausgegeben, wo sich ein großer Teil des Lebens bereits online abspielen würde, so Paul Stanley. Desweiteren habe gerade die nächste Generation wenig Bedenken, alles miteinander zu teilen. Zwar sei die Einstellung zum Thema Privacy größtenteils eine Frage der Kultur, die einen geprägt hat, diese Grenze wird aber zunehmend verwischt.

Daran, dass sich soziale Plattformen zu einer Blase entwickeln können, glaubte keiner der Experten. Vielmehr würde es sich über kurz oder lang selber regulieren. Schon jetzt habe der Hype abgenommen, alles und jedes mit jedem teilen zu müssen. Die Nutzer würden langsam begreifen, dass sie sich selber regulieren müssen. (AE)

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