Googles Panda

Google hat in den englischsprachigen Ländern ein neues Upgrade seiner Suchalgorithmen veröffentlicht, das sogenannte Panda-Update. Schon auf der SES in New York wurde dieses heiß diskutiert, denn es beeinflusst  im Wesentlichen die bisher dagewesene Suche. Für viele Webseitenbetreiber hat sich dieses Update nicht gerade positiv innerhalb der Suchmaschine ausgewirkt, sondern bedeutet vielmehr den persönlichen Super GAU.

Es sieht danach aus, als ob Google nun aktiv versucht, Black Hat Seo zu bestrafen und von vornherein auszuschließen. Laut Google verbessert dieser Algorithmus die Suchqualität insgesamt und filtert Aggregatoren, Spam Sites und Link Farmen von vorneherein aus. Diese Seiten sind voll von kurzen, schlechten Artikeln, vielen Anzeigen und schlechter sprachlicher Qualität. Leider wurden durch Panda auch einige gute Seiten von kleineren Unternehmen abgestraft, die nun keine Ahnung haben, wie dieses Problem wieder in den Griff bekommen werden kann.

Timing ist alles

Ein altes Sprichwort sagt, „Timing ist alles“. Dieses hat nun eine noch wichtigere Bedeutung für Suchmaschinen Experten gewonnen. Wie Google im Februar angekündigt hat, bezieht die Suche nun auch die Sozialen Netzwerke mit ein. Aber Bing hat dieses Algorithmus ebenfalls in seine Resultate integriert. Desweiteren gibt es bei Google seit April den Sogenannten +1  Service. Alle Google-Mail Nutzer und ihre „Freunde“ die ebenfalls bei Google angemeldet sind, können sehen, was andere Freunde mit dem +1 Etikett versehen haben. Das macht schätzungsweise 20% des US Marktes aus. Aus Marketingsicht ist dies ein großartiger Indikator, da damit gute Kampagnen, zukünftige Trends und die Beliebtheit einer Marke einfach abgeleitet werden können. Unternehmen, die noch immer versuchen die Konversationen innerhalb der sozialen Netze zu kontrollieren anstatt aktiv daran teilzunehmen, müssen nun schnellstmöglich ihre Strategie ändern. Dazu muss die zuständige Abteilung völlig frei und ohne rechtliche Restriktionen arbeiten können, denn Aktualität ist das neue Zauberwort. Nur aktuelle und relevante Einträge haben die Chance, eine hohe Platzierung zu erhalten. Gute Methoden wären dazu Social Media Initiativen mit Linkbuilding Kampagnen zu vereinen. Aber dieses Update war nur der erste Schritt zu dem Panda.

Panda schafft Verlierer…

SVB Ciao.co.uk

Der Einfluß von Panda auf ciao.co.uk

Googles neuestes Update treibt Webseitenbetreiber in den Wahnsinn, wirft dieses doch vieles um, was über die letzten Jahre innerhalb des SEOs verbindlich war. Schon jetzt beeinflusst Panda 11,8% aller Suchen im englischsprachigen Raum. Ein schönes Beispiel dafür ist ciao.co.uk. Dieses von Microsoft betriebene Portal ist um 94% innerhalb der Suche gefallen. Dabei versucht Google nur, Seiten von geringer Qualität herauszufiltern. Laut Google sind dies „Seiten, die Inhalte von anderen Webseiten kopieren“. So wurde das oftmals sogenannte „Pandämonium“ eigentlich dazu geschaffen, um die Sogenannten „Content Farmen“ zu bestrafen, da diese nur mittelmäßige bis schlechte Qualität bieten. War die Seite eines amerikanischen Blogbetreibers vor Panda noch in der Top 3 der Suchergebnisse mit einem Page Rank von 5, ist er heute noch nicht einmal mehr auf der dritten Seite aller Ergebnisse zu finden und hat einen Page Rank von 0, wie dieser verärgert auf der SES in New York berichtete. Für den Webseitenbetreiber, der sein Geld vornehmlich durch Googles Traffic verdient bedeutet dieser Absturz das finanzielle Aus. 99% aller Sucher kommen nie weiter als zu zweiten Seite der Resultate – wenn überhaupt.

… aber auch Gewinner

Aber es gibt nicht nur Verlierer. Seiten, auf denen die Nutzer lange verweilen um sie zu lesen oder um beispielsweise eigene Rezessionen zu erstellen, werden belohnt. Die Gewinner heißen zur Zeit Ebay UK, Techcrunch, die National Lottery und auch Mashable. Soundcloud, eine Audio-Sharing Seite für Musiker hat ebenfalls ein Upgrade erfahren. Desweiteren hat Google seinem eigenen Video Portal YouTube einen höheren Stellenwert eingeräumt, parallel dazu aber auch den unabhängigen Betreiber Vimeo ebenfalls promoted.

Tipps zum Überleben

Es gibt, laut Suchmaschinenexperten, vier einfache Tipps, wie das Panda Update unbeschadet überlebt werden kann.

  1. Alle Backlinks sollten sorgfältig überprüft werden. Es kommt nun nicht mehr auf die Anzahl der Backlinks an, sondern auf die Qualität der Seiten auf die diese zu finden sind. „Schlechte Seiten“ sollten aufgefordert werden, den Link zurückzunehmen. Eine negative Verbindung ist keinen Backlink wert, da es die eigene Qualität heruntersetzt.
  2. Es sollte sich auf den Ausbau der eigenen Backlinks gekümmert werden, allerdings von seriösen Seiten mit hoher Qualität. Am Einfachsten ist dieses in der eigenen Nische zu realisieren. Auch Einträge in einschlägige Verzeichnisse kann dabei hilfreich sein.
  3. Die Erstellung von eigenem Content, beispielsweise über einen Blog, ist eine gute Möglichkeit, die Webseite mit guten und aktuellen Inhalten zu versehen.
  4. Social Media sollte gelernt, genutzt und geliebt werden! Auf den Social Media Plattform ist jegliche Zielgruppe zu finden. Die Menschen treten eher mit ihren Freunden und Bekannten in Verbindung und pflegen lieber ihre Beziehungen als aktiv etwas verkauft zu bekommen. Dieses muss quasi von hinten herum geschehen: Authentizität, Empfehlungen und Vertrauen sind hier die Schlüsselwörter.

Laut Google berücksichtigt der neue Suchalgorithmus mehr als 200 verschiedene Faktoren – nicht soviele wie der von Bing, der laut eigener Aussage angeblich mehr als 1.000 Faktoren analysiert. Die Eliminierung von Black Hat Seo Seiten erschließt eine neue Möglichkeit, gute Inhalte zu erstellen und sich innerhalb der Suche neu zu platzieren. Doch nun müssen alle Aktionen noch akribischer beobachtet und ausgewertet werden. Unmittelbares Reagieren ist nun unumgänglich geworden. (AE)

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2 Kommentare zu “Wie der Panda glücklich gemacht wird”

Lothar

Hallo liebe Leser,

ein echt guter Artikel uns spannend dazu! Da fällt mir spontan nur eines ein „Wohl dem“ der immer schon auf Qualität geachtet hat, egal ob Backlink oder Content und auf natürliches Wachstum.

Vor allem gilt eine gute Absicherung, wenn man seinen Traffic nicht nur auf Google aufbaut!

Liebe Grüße
Lothar

Do we like Google? | GeoSocialMedia

[…] competitor, like Microsoft with Bing and its European portal Ciao, makes them pushed – since the Panda Update – from the first three […]

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Wie der Panda glücklich gemacht wird
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