Kostenfalle Social Media

Veröffentlicht am 5.08.2011 in Social Media von gina | 1 Kommentar
Social Media kostet auf jeden Fall

Social Media kostet auf jeden Fall

Der interessante, vielfältige und äußerst schnell wachsende Bereich Social Media wird berechtigterweise von vielen Unternehmen heutzutage als der neue Markt für Marketingaktivitäten rund um die eigene Unternehmensphilosophie  und Produktvermarktung angesehen.

Was allerdings oftmals unter den Tisch fällt, ist, dass auch Social Media Nachteile hat. Firmen fragen da schnell nach dem Return of Investment, als Antwort möchte man gerne zurückgeben:

What is the return of ignorance of Social Media?

Denn die Weite der heutigen Netzwerke halten so einige Überraschungen für die bereit, die sich dem güldenen Schein der glitzernden Online-Welt nur zu gerne bedenkenlos hingeben.

Social Media steckt eben noch in den Kinderschuhen, handfeste Strategien für ein sicheres Handling von hochsensiblen Informationen gibt es kaum, vieles ist learning by doing und so ist es wie bei jeder Neuentdeckung oder technischen Entwicklung: Die ganze Sache hat auch Haken und diese können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Ein Thema, welches Symantec nun aufgegriffen hat und in seiner Studie zur Sicherheit im Bereich Social behandelt. Befragt wurden die IT-Spezialisten von weltweit 1.200 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die Ergebnisse radieren wohl so  manchem Marketingexperten das Lächeln aus dem Gesicht.

Die Schäden sind gewaltig

Kosten & Risiken

Kosten & Risiken

Die Schäden, die durch einen falschen oder Missbrauch von Sozialen Netzwerken jährlich entstehen, liegen im Durchschnitt bei etwa 4 Millionen US Dollar. Etwa 50% aller Mitarbeiter verwenden soziale Netzwerke für den privaten Gebrauch, während 42% diese direkt für geschäftliche Zwecke verwenden. Es wird schnell deutlich, dass diese Hohe Zahl von Nutzern unzählige Kanäle öffnet, durch die vertrauliche Informationen ungehemmt sickern können. So geben die IT-Experten an, dass es in den letzten 12 Monaten durchschnittlich neun Zwischenfälle gab, bei denen dem Unternehmen durch die falsche Nutzung von Social Media Schaden zugefügt wurde. Dort geht es dann vor allem um Marken- oder Imageschäden, aber auch um einen expliziten Umsatzverlust und die ungewollte Veröffentlichung von Organisationsstrukturen und vertraulichen  Kunden- oder Angestelltendaten.

Summa summarum belaufen sich die Kosten auf satte 4,3 Millionen US Dollar. Ein gefallener Aktienpreis nach Zwischenfällen im Social Web ist davon für mehr als eine Million US Dollar verantwortlich, 650.000 US Dollar werden für anfallende Prozesskosten benötigt. Ein entstandener Imageschaden beläuft sich im weiteren Verlauf auf durchschnittliche Kosten von 640.000 US Dollar, genau wie die bezifferten direkten finanziellen Verluste eines Unternehmens. Verminderte Einnahmen machen zu guter Letzt etwa 620.000 US Dollar des Gesamtbetrages aus.

Die Vorteile überwiegen trotzdem

Trotz dieser hohen Kosten und Risiken bleibt das Social Web für Unternehmen natürlich auch weiterhin eine attraktive Adresse. Deshalb wird nun über Strategien nachgedacht, die die Nutzung dieses Mediums sicherer machen können. So denken 87% der Unternehmen darüber nach, eine Social Media Policy einzuführen und Schulungen zur fachgerechten Verwendung von sozialen Netzwerken durchzuführen. Es sollen außerdem wirksame Sperren gegen den Verlust von vertraulichen Daten installiert und gleichzeitig ein Speichermedium für die Vielfalt aller sensiblen Daten im Social Media Bereich geschaffen werden. Etwa ein Fünftel der Unternehmen sind auf diesem Gebiet schon weiter fortgeschritten und haben solche Hilfen schon implementiert. Ratsam ist es, denn laut Garner kann man damit rechnen, dass schon 2013 bis zu 50% der Unternehmen dazu aufgefordert werden könnten, ihre archivierten Daten im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung als Beweismittel vorzulegen. Diese Entwicklung nennt sich eDiscovery und lässt sich nur bewerkstelligen, wenn im Unternehmen eine geeignete Archivierungssoftware vorhanden ist, die Inhalte von Twitter, LinkedIn und Facebook nach branchenspezifischen Vorgaben abspeichert und so eine Aufbereitung schnell möglich macht.

Das Fräuleinwunder Social Media wächst rasant aus seinen Kinderschuhen heraus und benötigt nun dringend Regularien, Policen und das richtige Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit einer vorher nie dagewesenen Reichweite und Freiheit der Publikation und Kommunikation.

Und so bedanken auch wir uns bei Marissa McNaughton, die uns freundlicherweise erlaubt hat, ihren Artikel über die Symantec-Studie als Vorlage zu verwenden.

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