QR Code für Wikipedia

Neben Soical Media und Suchmaschinenoptimierung wurden auf der SES 2011 natürlich auch viele verwandte Themen behandelt, so etwa der Bereich des Mobile Marketing. Das Thema Mobile Barcode Marketing mag im ersten Moment recht technisch klingen, es erfordert aber ein hohes Maß an Kreativität und kann, richtig eingesetzt, äußerst effektiv sein.

Insbesondere in Deutschland ist eine das Barcode Marketing nicht weit verbreitet und bietet noch reichlich Spielraum. Doch wo liegt aus der Sicht des Verbrauchers die Motivation verschiedene Barcodes einzuscannen, um so vergleichsweise umständlich an die dahinter verborgene Informationen zu gelangen? – Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Man weiß nie was man bekommt. Referentin Angie Schottmuller nannte diesen Faktor „Mystery Package“, welcher den großen Reiz im Mobile Barcode Marketing ausmacht.

Wie funktioniert Barcode-Marketing?

Prinzipiell können hinter einem Barcode verschiedene Informationen hinterlegt werden. Egal ob einfacher Text, eine URL, Telefonnummer oder ein Kalendereintrag ist – die Möglichkeiten sind vielfältig. Der am häufigsten verwendete Barcode dabei der oben abgebildete QR Code. Dieser Code kann heutzutage mit einem handelsüblichen Smartphone eingescannt werden, da für das Einlesen eine integrierte Kamera ausreichend ist. Anschließend kann mit Smartphones auch eine URL aufgerufen werden, so dass sich QR Codes hervorragend für das Mobile Marketing eignen. Alles was man für das Einscannen eines QR Code benötigt ist eine auf dem Smartphone installierte App – die beliebteste für den deutschen Markt ist barcoo.

Warum sollte ich als Unternehmen Mobile Barcode Marketing nutzen?

QR Code aus Sand

Es gibt mehrere Gründe diese Form des „Commercial Tagging“ zu nutzen. Versuchen sollte man es auf jeden Fall, denn es kann kostenlos genutzt werden und es ist einfach zu bedienen. Im Normalfall werden QR Codes auf einfachem Material abgedruckt, wie beispielsweise Papier. Da aber allein der Kontrast zwischen hell und dunkel ausreichend ist um das Einsacannen zu ermöglichen, können auch kreativere Formen gewählt werden um den QR Code abzubilden, wie die nebenstehende Abbildung zeigt. In diesem Beispiel hat die japanische Sinap Co. Ltd. gezeigt, wie kreativ man mit dem Thema QR Code umgeht.

Hinzu kommt das Smartphones zu einem großen Teil dazu genutzt werden, um lokale Informationen zu erhalten. Für Ladengeschäfte, die ihr Hauptumsatz nicht im Internet durchsetzen, kann Mobile Marketing beispielsweise dazu genutzt werden um die Offline- und Online-Welt miteinander zu verbinden.

Ein Beispiel: In den USA hat das Unternehmen GNC den QR Code dazu genutzt, um einen neuen Energy Drink kostenlos anzubieten. Ein großer QR Code im Schaufenster sorgte dafür, dass der Energy Drink zahlreich getestet wurde und außerdem der Umsatz im Allgemein gesteigert werden konnte. Zwar wurde nach dem einscannen des Codes der Energy Drink kostenlos rausgegebn, jedoch wurden von den Kunden häufig zusätzliche Produkte gekauft. Es ist die Gegenleistung des Energy Drinks gewesen, welche schließlich den Erfolg der Aktion ausgemacht hat. Die meisten dieser Passanten hätten die GNC-Stores wahrscheinlich ohne den QR Code im Schaufenster gar nicht erst betreten. Für GNC war dies eine erfolgreiche Aktion und zeigt die gelungene Verknüpfung des QR Code in die reale Welt.

Wie erstellt man QR-Codes und was sollte beachtet dabei werden?

Für das Erstellen eines Barcodes gibt es diverse kostenlose QR-Code-Generatoren im Internet. Diese sind einfach zu bedienen und erfüllen bereits alle wichtigen Kriterien. Bevor die QR-Code-Kampagne gestartet wird, sollte man sich jedoch folgende Fragen beantworten, damit die Kampagne nicht schon im Vorfeld scheitert:

  • Welches geschäftliche Ziel mit dieser Aktion? – Welchen Nutzen möchte ich als Unternehmer aus dieser Aktion ziehen.
  • Welche Gegenleistung biete ich meinen Kunden mit der Kampagne? – Was macht die Kampagne attraktiv für den Verbraucher und wie kann ich für den Kunden einen Mehrwert schaffen?
  • Welche Größe und welchen Ort verwende ich für meinen Barcode ? – Der Barcode sollte beispielsweise nicht kleiner als ein Zoll sein, da er sonst nicht von allen Endgeräten ordnungsgemäß eingelesen werden kann.
  • Ist ein adäquater Zugang zum Internet oder WiFi verfügbar? – Auch die technische Seite muss einwandfrei funktionieren.
  • Wie kann ich meinen Barcode kreativ einbringen? – Wird der QR-Code im Schaufenster platziert, im Geschäft selbst oder beispielsweise auf einem Plakat?
  • Unterstütze ich den Leser der Aktion mit ausreichend Informationen, so dass er die Aktion versteht? – Zum Beispiel: So können Sie den Barcode einscannen mit anschließendem Link zu einem Barcode-Reader.
  • Funktioniert das einscannen letztendlich? Hierbei eignet sich das finale Testen mit verschiedenen Smartphones, Kameras unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen.

Bei der Planung im Vorfeld sind also ein paar Dinge zu beachten, aber Barcode-Kampagnen können schließlich richtig erfolgreich sein, wie das Beispiel von GNC zeigt. Gerade wenn man für gewöhnlich vergleichbare teurere Werbeaktionen durchführt, kann Mobile Barcode Marketing eine echte Alternative sein. Die einfache und kostenlose Anwendung der QR Codes sind einen Test wert, wenn geeignete Aktionen dafür vorhanden sind.

Das abschließende Video zeigt, in welchem Zusammenhang man QR Codes noch verwenden kann, wenn man nur kreativ genug ist – bei einer Bewerbung zum Beispiel:

(OL)

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