Erstes Google Plus Meetup

Veröffentlicht am 26.08.2011 in Social Media von terra | 0 Kommentare

Erstes Google + MeetUp

Gestern trafen sich in Mountain View ca. 200 Menschen und ein Papagei, um an dem ersten Google Plus Meetup teilzunehmen. Wir waren natürlich auch vor Ort und wollten uns die neuesten Entwicklungen und Trends rund um Google Plus nicht entgehen lassen.

Unter anderem wurden die Unterschiede zu dem Konkurrenten Facebook deutlich gemacht. Was hat Google Plus zu bieten, was Facebook nicht bieten kann? Wo soll es mit Google Plus in Zukunft hingehen und vor allem wie? Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der gestrigen Veranstaltung zusammen und gibt einen kompakten Überblick über das große Google + Projekt.

Google+ bietet mit den Circles und den Hangouts Dienste, die einer neuen Möglichkeit führen seine Freundeskreise zu definieren und mit diesen zu interagieren.

Besonders die Handouts haben es den Vortragenden angetan. Der Verweis u.a. auf die Nutzung durch  Michael Dell und anderen dürfte da nicht fehlen.

Volles Haus beim 1. Google+ Meetup

Volles Haus beim 1. Google+ Meetup

Damit nicht nur Statusmeldungen austauschen, sondern mit Freunden per Live-Video-Chat simultan Zeit verbringen – das ist das Ziel der Google Hangouts. Mit Hangouts eröffnen sich aber noch viele weitere Möglichkeiten, als der einfache Video-Chat. Der Live-Chat wird mit bis zu zehn Teilnehmern realisiert. Man bekommt also die Möglichkeit mit mehreren Personen gleichzeitig per Video zu chatten.

Die sog. Circels von Google Plus können mit Hangouts wunderbar  kombiniert werden, um verschiedene „Kreise“ in den Live-Video-Chat zusammenzuführen. Hat man einen „Arbeitskreis“ angelegt, kann Hangouts dazu genutzt werden, um Arbeitspläne oder Termine mit seinen Arbeitskollegen abzusprechen. Dies scheint aber erst der Anfang zu sein und aus Hangouts ergeben sich bereits weitere Ideen, wie der Video-Live-Chat auch wirtschaftlich genutzt werden können.

Bevor die eigentliche Keynote von Ben Parr, Journalist bei Mashable.com, gehalten wurde, haben sich erstmal einige Sponsoren und Startups mit Ihren Projekten vorgestellt.

Social Auctions

Die Soziale Auktion ist solch ein Ansatz Google Hangouts zu monetarisieren. S Sriram, Mitgründer des Unternehmens Browser Eggs hat auf der Veranstaltung sein Produkt vorgestellt, mit dem künftig sog. „Social Auctions“ ermöglicht werden könnten.

Interessant sind Hangouts sowohl für prominenten Personen, als auch für kleine Unternehmen, welche einen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Video-Live-Chat ziehen wollen.

Google+ ist für alle

Google+ ist für alle

Ein Beispiel: Lady Gaga hat einen Google Plus Account und gibt einen Hangout bekannt. Zehn Leute können also an dieser Video-Konferenz teilnehmen und persönlich mit Lady Gaga sprechen oder ihr live beim Singen zu hören. Da die Nachfrage die zehn Plätze weit übersteigen dürfte, wird eine Auktion auf die zehn Plätze ausgeschrieben. Die „Tickets“ zu dem Hangout können also ersteigert werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre es Musikunterricht für mehrere Leute anzubieten – über Google Hangouts. Es könnten etwa Gitarrenstunden an mehrere Teilnehmer gleichzeitig gegeben werden, welche zuvor ersteigert werden müssten. Man muss also keine Lady Gaga sein, um einen Hangout für sich wirtschaftlich zu nutzen. Außerdem könnte der Live-Chat als Servicefunktion genutzt werden um den Kundenservice eines Unternehmens zu unterstützen. Die Probleme mehrerer Kunden in einem Video-Chat zu lösen, könnte die Qualität des Services erheblich steigern und dank persönlicher Note die Kundenbeziehungen stärken. Derzeit können die Hangouts zwar noch nicht in vollem Umfang genutzt werden, sie sind aber ein echter Fortschritt im Bereich des Video-Live-Chat.

Aber nicht nur durch Hangouts unterscheidet sich Google Plus von seinen Mitbewerbern:

Reichweite und Qualität von Google Plus

Produktlebenszyklus von Social Networks

Google versucht künftig die Reichweite von Twitter zu erreichen und diese mit einer hohen Qualität an Content zu kombinieren. Über die Reichweite oder die Anzahl der angemeldeten Benutzer, lassen sich zur Zeit nur ungenaue Aussagen treffen, da es keine offiziellen Zahlen hierzu gibt. Ben Parr hat als einer der Sprecher gestern darauf aufmerksam gemacht, dass er mehr Leute in seinen Kreisen bei Google (~ 34.000) hat, als er Follower auf Twitter (~30.000) hat – Potential scheint also vorhanden zu sein.

Natürlich sind die Zahlen von Facebook derzeit nicht zu schlagen, dies liegt aber vor allem daran, dass sich Google Plus noch eher im Bereich der „Early Adopter-Phase“ eines Lebenszykluses befinden, so Ben Parr.

 

Ben Parr @ Meetup+

Ben Parr @ Meetup+

Wenn man sich die derzeitige Qualität der Beiträge anschaut, so kann man jedoch schnell feststellen, dass diese durchschnittlich höherwertiger sind, als die Masse der Kommentare bei Facebook. Dies ist wiederum auch darauf zurückzuführen, dass diese breite Masse noch nicht auf Google Plus angekommen ist.

 

Google Plus bietet jedoch eine gute Verknüpfung seiner Dienste und die Kombination der Produkte: Google +, Google Mail, Chrome, Android etc. ist besonders reizvoll und gelingt Google sehr gut. Wenn man die zukünftigen technischen Anwendungen, wie das hier vorgestellte Hangouts hinzunimmt, kann Google Plus sicher bald die breite Masse für sich begeistern und zu einem der meistgenutzten Dienste werden, vielleicht auch für Werbetreibende. Die anschliessende Diskussion zeigte, dass viel Interesse bestehet u.a. an der zu erwartenden Programmierschnittstelle von Google+, wie auch z.B. an den Suchmöglichkeiten.

Unscharfer Wettbewerb

Unscharfer Wettbewerb

Wenn auch  Sean Percival, früherer VP bei Myspace, am Beispiel Starbucks sein Beispiel von Firmenseiten für Google+ vorstellte, schien zum derzeitigen Zeitpunkt hier eher weniger Interesse da zu sein.

Das Google+ Team scheint derzeit auf jeden Fall Focus eher auf internen Wettkampf, den auf die Konkurrenz zu legen. So wurden Timothy Jordan, Developer Advocat im Google+ und seine Kollegen gesichtet rauszufinden, wer schneller Sticker und Anstecknadeln verteilen könnte. (OL/FS)

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